Seelsorge

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Seelsorge ist die Begleitung der Menschen in Glaubens- und Lebensfragen, in Krisen und Konflikten, in Schuldverstrickung und Lebensangst, in Krankheit und Sterben, in Trauer und Neubeginn.

Seelsorge gehört zu den zentralen Aufgaben der Pfarrer, die für Seelsorge ausgebildet sind. Doch zugleich ist Seelsorge auch Aufgabe der ganzen Kirchengemeinde, der ganzen Pfarrei. Sie kann also auch von ausgebildeten ehrenamtlich Mitarbeitenden übernommen werden. Auch Gruppen, Besuchsdienstkreise, Selbsthilfegruppen oder Gottesdienste können eine seelsorgliche Komponente haben.

Seelsorge findet spontan oder verabredet statt. Ebenso können Anlässe wie Taufe, Trauung oder Beerdigungen der Ausgangspunkt für seelsorgliche Gespräche sein. Häufig kann über die Seelsorge auch der Kontakt zu anderen Hilfsangeboten hergestellt werden. Zur Seelsorge gehören Rituale und gottesdienstliche Elemente wie die Beichte oder die Krankenkommunion.

Es gibt zahlreiche Felder der Seelsorge für spezielle Zielgruppen, zum Beispiel Krankenhaus- und Altenheimseelsorge, Gefängnis-, Polizei- und Notfallseelsorge sowie die Seelsorge in der Bundeswehr. Seelsorge folgt auch den Entwicklungen der Kommunikationsmittel, Stichworte dafür sind die Telefonseelsorge und die Chatseelsorge.

Was ist zu tun, wenn…

... ich eine Taufe wünsche?

Kindertaufe

taufeSie sind Eltern eines Kindes geworden und möchten, dass Ihr Kind mit Ihnen den Weg des katholischen Glaubens geht. Dieser Weg beginnt in der Regel mit dem Empfang des Sakramentes der Taufe.

Nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Kath. Pfarrbüro auf (Tel. 09429/902080).

Dabei vereinbaren Sie einen Termin für die Tauffeier und für ein vorausgehendes Taufgespräch. Tauftermine bietet Pfarrer Häusler individuell nach Absprache an.

Die Tauffeier ist in unserer Pfarrei je nach Möglichkeit für ein Kind/eine Familie ganz persönlich. Nach altem kirchlichen Brauch gehört zu einem Täufling ein Pate. Er soll auf seine Weise den Eltern beistehen, damit das Kind seinen Glauben bekennen und im Leben verwirklichen kann. Der Pate wirkt bei der Tauffeier mit. Er muss der katholischen Kirche angehören und selber die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie empfangen haben.

Zur Liturgie der Tauffeier benötigen Sie eine Taufkerze, die mit einem christlichen Symbol verziert sein darf. Ebenfalls benötigt wird ein Taufkleid. Dieses ist aber auch in der Pfarrei vorhanden und kann bei der Tauffeier ausgeliehen werden. Vor der Tauffeier möchten wir Ihnen die Gelegenheit zu einem Taufgespräch geben. Dabei wird die schriftliche Anmeldung zur Tauffeier aufgenommen, die zur Eintragung der Taufe ins Matrikelbuch der Pfarrei dient. Vor allem dient das Taufgespräch dem Kennenlernen der Liturgie der Tauffeier und dem vertieften Erkennen des dabei geschehenden Geheimnisses. Auf Wunsch kommt Pfarrer Koller zu Ihnen nach Hause.

Erwachsenentaufe

In unserer Gegend ist die Kindertaufe die Regel. Aber es gibt auch Tauffeiern für Erwachsene. Voraus gegangen ist dann das Interesse am katholischen Glauben, eine längere Phase des Kennenlernens des Glaubensinhaltes und dann der Entschluss, das Tor zum Glauben zu durchschreiten und das Sakrament des Glaubens zu empfangen.

Auch hier ist der frühzeitige Kontakt zum Pfarramt zu empfehlen, damit ein bestimmtes Katechumenat durchgeführt werden kann als Information und Hinführung zum christlichen Glauben. (Katechumenat = Hinführung zum Glauben)

Die Erwachsenentaufe wird meistens für die Taufbewerber aus der ganzen Diözese zentral in der Osternacht von unserem Bischof Rudolf Voderholzer im Dom Sankt Peter in Regensburg gespendet.

... mein Kind zur Erstkommunion gehen wird?

Erstkommunion

kommunionJedes Jahr findet in unserer Pfarrkirche in Atting die Erstkommunion der 3. Klasse statt. Die Kinder, die zur Erstkommunion gehen wollen und sich dazu anmelden, werden im Religionsunterricht und in Weggottesdiensten darauf vorbereitet. Im Zuge der Vorbereitung auf die Erstkommunion empfangen die Kinder auch das Sakrament der Versöhnung (Beichte) zum ersten Mal. Voraussetzung für den Empfang dieser beiden Sakramente ist die Taufe.

Die Eltern der Drittklässler werden zu einem Gesprächs- und Informationsabend eingeladen. Dabei können sie ihr Kind schriftlich für den Empfang der beiden Sakramente anmelden. Die Eltern treffen für ihr Kind -oder besser- mit ihrem Kind die Entscheidung: Wir, die Eltern, ich, das Kind, möchten die Vorbereitung auf die beiden Sakramente und sind mit dem einverstanden, was dazugehört. Was gehört dazu? An erster Stelle die Hinführung des Kindes durch ein christliches Leben im Elternhaus, darüber hinaus die regelmäßige Mitfeier der Sonntagsmesse und die Teilnahme am Religionsunterricht in der Schule.

Die Erstbeichte wird mit einem Beichtfest gestaltet. Die Feier der Erstkommunion ist für alle Kinder gemeinsam. In aller Regel findet die Erstbeichte noch vor dem Osterfest statt. Das Fest der Erstkommunion wird dann an einem der Ostersonntage gefeiert. Der Termin wird von Jahr zu Jahr neu festgelegt. Im kommenden Jahr ist die Erstkommunion am ???? 2018 um 9.30 Uhr in unserer Pfarrkirche Atting und für die Expositur Rain am ??  2018 in der Kirche Rain. Für die Feier der Erstkommunion bietet die Pfarrei schlichte liturgische Einheitskleider an, die gegen eine Gebühr ausgeliehen werden können.

... mein Kind gefirmt werden soll?

Firmung

firmungDie Firmung findet in der Pfarrei Atting mit der Expositur Rain bei ausreichender Teilnehmerzahl jedes Jahr statt. Die nächste Firmung ist voraussichtlich im Jahr 2018 vorgesehen. Es werden die Kinder der 6. Klasse gefirmt, ansonsten der 6. und 7. Klassen zusammen.

Bei der Firmung ist der ausdrückliche Wille der Kinder gefragt. Während bei der Taufe die Eltern sich stellvertretend für ihre Kinder zum Glauben bekannt haben, sind jetzt die heranwachsenden Jugendlichen aufgefordert, sich zum kath. Glauben zu bekennen. Die Firmung ist (nach Taufe und Eucharistie) die dritte Stufe der Eingliederung in die Glaubensgemeinschaft.

Die Vorbereitung auf die Firmung geschieht in der Schule und durch die Beteiligung an verschiedenen “Projekten”, die z. T. verpflichtend sind bzw. aus einem Programmheft ausgesucht werden können. Unsere Jugendlichen werden bei diesen Projekten durch mehrere Erwachsene begleitet. Die Kandidaten für das Firmsakrament werden rechtzeitig eingeladen, sich über den Empfang der Firmung Gedanken zu machen.

In der Firmung soll der junge Mensch die Taufe, die ja von seinen Eltern für ihn gewünscht worden ist, bestätigen. Er soll dem von seinen Eltern mit ihm begonnenen Weg zustimmen und ihn nun aus eigenem Willen fortsetzen.

Wie bei der Taufe ist auch bei der Firmung ein Pate vorgesehen. Es ist sinnvoll, wenn der Taufpate auch die Firmpatenschaft übernimmt. Er soll in jedem Fall das 16. Lebensjahr vollendet haben, muss katholisch und selber gefirmt sein. Der Pate soll nicht Vater oder Mutter des Firmlings sein. Nach der schriftlichen Anmeldung, in der der Firmling sein Interesse am Empfang des Firmsakramentes äußert, gehen dem Firmling die nötigen Informationen für den weiteren Vorbereitungsweg zu. Das Formular für die schriftliche Anmeldung ist im Pfarrbüro erhältlich.

... ich mich auf eine kirchliche Trauung vorbereiten möchte?

Braut und Bräutigam entschließen sich zu einer kirchlichen Trauung

trauungAuf dem Weg zur Ehe kommen christliche Brautleute gern an einen Punkt, an dem sie ihre Liebe mit Anderen feiern möchten. Sie entschließen sich zu einer kirchlichen Trauung. Diese Feier der Eheschließung stellt zuerst einen Bund zwischen den beiden Brautleuten dar, genauso aber einen Bund der beiden Brautleute mit dem Herrn Jesus Christus. Er sagt ihnen seine Begleitung auf dem Eheweg zu. Wir Katholiken sprechen deshalb vom Sakrament der Ehe. Die Zeremonie der Trauung ist eingebettet in einen feierlichen Gottesdienst – entweder einen Wortgottesdienst oder eine Eucharistiefeier.

Die Bindung zweier Menschen aneinander hat auch rechtliche Voraussetzungen und Wirkungen. Deshalb gibt es einige Fragen zu klären und bestimmte Vorgaben einzuhalten. Das erfolgt in einem Gespräch der Brautleute mit dem zuständigen Pfarrer und wird in einem Ehevorbereitungsprotokoll schriftlich festgehalten. Dabei bereiten die Brautleute zusammen mit dem Pfarrer die Feier der Trauung vor.

Welche einzelnen Schritte sind zu tun?

Welche Voraussetzungen müssen für eine katholische Trauung erfüllt sein?

  • Sie sind nicht gebunden durch eine bestehende oder gescheiterte Ehe.
  • Sie sind katholisch – wenigstens einer von beiden.
  • Sie werden von niemandem zur Heirat gedrängt oder gezwungen.
  • Sie versprechen sich gegenseitig die Treue.
  • Sie sind bereit, Kindern das Leben zu schenken.
  • Sie sind zum Zeitpunkt der kirchlichen Trauung bereits standesamtlich miteinander verheiratet (das kann auch am Hochzeitstag VOR der kirchlichen Trauung sein).

 

“Erste Schritte” zur kirchlichen Trauung

Sie nehmen vor der Suche nach dem Gasthaus und der Musikkapelle Kontakt mit dem Pfarramt (Tel. 09429/902080) auf und suchen mit dem Pfarrer einen geeigneten Termin für die Feier der Hochzeit und das vorausgehende Traugespräch. Das Traugespräch sollte mindestens vier Wochen vor der Eheschließung stattgefunden haben.

 

Vorbereitung

So etwas wie eine Führerscheinprüfung ist für die Ehe nicht vorgesehen. Dennoch gibt es verschiedene Angebote zu einer hilfreichen Ehevorbereitung in einem Eheseminar oder einem Brautleutetag. Informationen dazu können im Pfarrbüro abgerufen werden.

Die aktuellen Termine für die Ehevorbereitungsseminare in den Dekanaten Straubing und Bogenberg-Pondorf erhalten Sie auf der Internetseite der KEB-Straubing unter:

http://www.keb-straubing.de/ehevorbereitungsseminare/

http://www.keb-straubing.de/veranstaltungen-der-mitgliedsverbaende/abtei-windberg/single/Event/show/82-20492-Leben-zu-zweit—Seminar-zur-Ehevorbereitung/

 

Welche Dokumente werden benötigt?

Zum Ehevorbereitungsgespräch beim Pfarrer sind Taufscheine der beiden Partner nötig. Diese müssen aktuell ausgestellt sein (höchstens ein halbes Jahr alt!) und dürfen keinen Eheeintrag enthalten, es sei denn der frühere Partner ist verstorben oder die frühere Ehe ist nichtig. Ausgestellt werden die Taufscheine von dem Pfarramt, in dem Braut und Bräutigam jeweils getauft wurden.

... ich beichten möchte?

Die Beichte und viele Fragen, die es dazu gibt

Beichte, beichten

 

Beichtmöglichkeiten in Atting:
Vereinbaren Sie einen Termin mit Pfarrer Häusler gerne auch zum Beichtgespräch:
Tel.: 09429/902080

 

Beichtmöglichkeiten und/oder Aussprache in der Karmelitenkirche, Albrechtsgasse 28, 94315 Straubing:

Sonntag 08.15 – 08.30 Uhr Beichtgelegenheit
09.30 – 10.00 Uhr Beichtgelegenheit
Montag 08.30 – 09.00 Uhr Beichtgelegenheit
Dienstag
bis
Samstag
08.30 – 09.00 Uhr Beichtgelegenheit
10.00 – 11.30 Uhr Beichtgelegenheit
15.00 – 17.00 Uhr Beichtgelegenheit
Gelegenheit zum persönlichen Gespräch nach Vereinbarung

Tel. 09421/8437-0

 

Vielleicht helfen Ihnen diese Fragen und Antworten zum Thema Beichte!

 

Ich kann doch selbst Gott um Verzeihung bitten. Warum brauche ich dazu einen Priester?

Natürlich kann man Gott im Gebet um die Verzeihung der Schuld bitten. Das soll man sogar häufig tun! Das aber ersetzt die Beichte nicht. Die Beichte ist ein Geschenk Jesu an uns. Warum wollen wir dieses Geschenk nicht annehmen? Wenn wir ehrlich sind, ist das doch oft nur eine faule Ausrede, um die unangenehme Beichte herumzukommen. Oder wann haben Sie das letzte Mal wirklich im Gebet die Sünden bereut? Ohne die Beichte wissen wir nicht mit Sicherheit, ob Gott uns auch die Schuld vergibt. Diese Sicherheit haben wir aber nach einer guten Beichte. Außerdem ist meine Schuld nicht nur eine Sache zwischen mir und Gott. Ich bin auch vor anderen Menschen schuldig geworden – auch vor der Gemeinschaft der Kirche, zu der ich gehöre. Durch die Beichte wird auch mein Verhältnis zur Gemeinschaft der Kirche wieder in Ordnung gebracht.

 

Ich weiß nicht, was ich beichten soll. Ich habe keine schlimmen Sachen gemacht!

„Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.“ (1 Joh 1,8-2,1) Wem keine Sünde einfällt, der hat vielleicht nicht gut genug darüber nachgedacht! Nach einer vernünftigen Gewissenserforschung (z.B. im Gotteslob Nr. 62ff.) sieht die Sache schon ganz anders aus! Oder beten Sie jeden Tag? Können Sie ehrlichen Herzens sagen, dass Sie wirklich versuchen, Gott zu lieben und Christus zu folgen? Sind Sie nie lieblos, gemein, unehrlich, schadenfroh? Nie eine „kleine Lüge“? Sind Sie niemals zornig, ungeduldig, unmäßig? Sünden sind nicht nur Mord und Totschlag. Sünden sind bei uns viel öfter auch bestimmte Denkarten, Gewohnheiten oder Charakterschwächen, an denen wir arbeiten müssen.

 

Ich habe schon mal ganz schlechte Erfahrungen mit der Beichte gemacht!

Das ist schade. Aber es ist die absolute Ausnahme, dass sich ein Priester im Beichtstuhl wirklich einmal im Ton vergreift. Selbst schlechte Erfahrungen sollten uns aber nicht daran hindern, einen anderen Priester aufzusuchen und gute Erfahrungen zu machen! Geben wir Christus eine Chance!

 

Die anderen gehen auch alle nicht beichten!

Na und? Nur weil es die Mehrheit ist, handelt sie dadurch nicht automatisch richtig! Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom! Außerdem – seien Sie ehrlich – das Argument: „Alle anderen machen es aber so…“ ist doch eine faule Ausrede für die eigene Feigheit oder Bequemlichkeit!

 

Ich weiß gar nicht mehr, wie das geht!

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Ohne große Mühe kann man sich darüber informieren, wie die Beichte abläuft und wie man sich vorbereitet (z.B. im Gotteslob). Übrigens kann man auch jemanden fragen, der sich damit auskennt – z.B. den Pfarrer. Notfalls kann man auch zur Beichte gehen und sagen: „Ich möchte gerne beichten, aber ich weiß nicht genau wie das geht und was ich sagen soll.“ Nur Mut! Der Priester wird niemanden auslachen, sondern im Gegenteil Respekt vor Ihrem Mut haben!

 

Ich habe schon seit vielen Jahren nicht mehr gebeichtet!

Das ist doch erst recht ein Grund, wieder mit der Beichte anzufangen! Man freut sich doch auch darüber, wenn man nach vielen Jahren etwas von einem guten Freund hört, von dem man schon geglaubt hat, man hätte ihn verloren! Und dann will man nicht nur ein kleines Gespräch – man will die Freundschaft fortsetzen! Christus wartet sehnsüchtig auf uns in seinem Sakrament der Versöhnung! Übrigens sind wir verpflichtet, mindestens einmal im Jahr (und zwar möglichst in der österlichen Zeit) zu beichten. Das gleiche Gebot verpflichtet uns auch, mindestens einmal im Jahr das Sakrament der Eucharistie zu empfangen (d.h. zur Kommunion zu gehen). Ist es nicht merkwürdig, dass heute alle in jeder Messe die hl. Kommunion empfangen, oftmals ohne sich zu fragen: Bin ich eigentlich für diese intensive Christusbegegnung vorbereitet? Wer regelmäßig zur Kommunion geht, sollte auch regelmäßig beichten!

 

Die Beichte nutzt nichts. Ich habe schon oft gebeichtet, aber ich habe mich gar nicht gebessert.

Wenn man glaubt, nach einer Beichte mit Heiligenschein durch die Gegend zu wandeln, hat man sich getäuscht! Es braucht viele, viele kleine Schritte auf dem Weg zu Gott hin.. Aber jede Beichte – so nutzlos sie uns auch erscheinen – mag, so wenig wir uns doch zu ändern scheinen – ist ein wunderbares Geschenk. Man weiß ja nicht, was man ohne diese kleinen Schritte für ein Mensch wäre! Und hier gilt: Verlieren Sie niemals den Mut! Und wenn Sie immer und immer wieder denselben Fehler, dieselbe Sünde beichten müssen – tun Sie es ruhig. Wenn nötig, jede Woche. Immer wieder. Christus freut sich immer, wenn wir kommen.

„Wir werden nicht auf einmal, durch eine einzige Beichte zu Heiligen. Wir müssen mit uns selbst Geduld haben, wie auch Gott Geduld hat. Aber jede gute Beichte ist ein Schritt nach vorn auf dem Weg zu Gott. Vergessen wir niemals: Was im Gericht der Barmherzigkeit gerichtet wird, kommt nicht mehr vor das Endgericht.“ (Rudolf Graber)

 

Ich kenne den Pfarrer ganz gut und er kennt mich auch persönlich. Zu dem möchte ich nicht gehen.

Muss man ja auch nicht. In anderen Pfarrgemeinden oder in großen Kirchen kann man völlig anonym beichten. Übrigens zeigt die Erfahrung, dass durch die Beichte persönliche Beziehungen keine Belastung erfahren. Auf jeden Fall hat es viele Vorteile, wenn man einen festen Beichtvater hat, der uns regelmäßig auf unserem Weg begleitet.

 

Es ist mir peinlich, beichten zu gehen.

Wem nicht? Na klar – es ist niemals angenehm, seine Sünden zu bekennen, sein Herz ganz zu öffnen. Wir sehen dann nämlich gar nicht mehr so toll und strahlend aus, wie wir uns selbst gerne sehen und wie wir uns wünschen, dass die anderen uns sehen. Eine Legende erzählt, dass der Pfarrer den Teufel in der Kirche dabei beobachtet, wie er von Beichtstuhl zu Beichtstuhl geht. Verwundert fragt er ihn, was er da tue. Der Teufel antwortet: Ich gebe den Menschen bei der Beichte das Schamgefühl zurück, da sie bei der Sünde verloren haben. Außerdem: Wer den Mut hat, seine Sünden zu bekennen, zeigt, dass er es ernst meint mit der Umkehr. Und jeder Priester hat Hochachtung vor jedem, der zur Beichte kommt, ganz egal, welche Sünden er bekennt.

 

Ich habe so schlimme Sünden begangen, die kann ich gar nicht beichten.

Wer sich selbst für den schlimmsten Sünder auf Erden hält, ist ganz schön hochmütig eingestellt, oder? Wenn wir beichten gehen, dann sind wir (meistens) weder die schlimmsten Sünder noch die besten Menschen. Wir sind meistens nur ganz gewöhnliche, mittelmäßige Sünder. Das ist nicht schlimm, solange wir versuchen, keine mittelmäßigen Christen zu sein. Von einem Heiligen stammt der Satz: Es ist nicht so schlimm, dass der Mensch sündigt, denn der Mensch ist schwach und die Versuchung ist groß. Schlimm ist, dass der Mensch jederzeit die Möglichkeit der Umkehr hat und sie nicht nutzt!

 

Ich gehe nicht gerne in den dunklen Beichtstuhl.

Kein Problem. Fragen Sie den Priester nach der Möglichkeit des Beichtgesprächs.

 

Was ist eigentlich ein Beichtgespräch?

Wie der Name schon sagt, ist es eine Beichte in der Form eines Gesprächs mit dem Priester. Man hat die Möglichkeit, ausführlicher über das eigene Leben und die eigene Schuld zu sprechen. Ein Beichtgespräch empfiehlt sich, wenn man längere Zeit nicht gebeichtet hat; sich unsicher ist, wie man richtig beichtet; eine Lebensbeichte (s.u.) ablegen möchte oder nicht gerne in den Beichtstuhl geht.

 

Was ist eigentlich eine Lebensbeichte?

Als Lebensbeichte bezeichnet man eine Beichte (Beichtgespräch), die man vor entscheidenden Situationen im Leben ablegt (z.B. vor der Firmung, vor der Hochzeit, vor einer langen Reise, vor einer Operation usw…). Man möchte sein ganzes bisheriges Leben noch einmal vor Christus hintragen, sich von Ihm umarmen lassen und seine Liebe, seine Gnade und seine Vergebung erfahren.

... ich wieder in die Kirche eintreten möchte?

Kirchen(wieder)eintritt

wiedereintritt

Sie sind irgendwann aus irgendeinem Grund aus der Kirche ausgetreten?
Und nun wollen sie wieder eintreten oder sind aufgrund christlicher Lehre und Ethik an einem Eintritt interessiert?

Das ist möglich!

Voraussetzung ist, dass Sie es ehrlich meinen und auch wirklich ein christliches Leben führen wollen.

Wir würden uns freuen!

Sprechen Sie einfach mit Pfarrer Peter Häusler:
Tel. 09429/902080

... jemand die Krankenkommunion bekommen soll?

Die Krankenkommunion

kommunion“Es ist ein wichtiges Anliegen, dass die Pfarrgemeinde, die sich zur Feier der Eucharistie versammelt, diejenigen nicht vergisst, die wegen ihres Alters oder wegen einer Krankheit nicht daran teilnehmen können. Die Krankenkommunion ist ein Zeichen der Verbundenheit der Gemeinde mit ihren Kranken. Deshalb sollen Priester oder beauftragte Laien gern bereit sein, ihnen die heilige Kommunion zu überbringen.“ So schreibt die Pastorale Einführung in die Feier der Krankensakramente.

In den Tagen der Krankheit mit der Gemeinde und mit Jesus Christus in Verbindung zu bleiben, ist Sinn und Zweck der Krankenkommunion. Sie kann einfach als Krankenkommunion oder auch als Wegzehrung auf dem Sterbebett empfangen werden. Dabei wird der Leib Christi, der aus der sonntäglichen Eucharistiefeier im Tabernakel aufbewahrt worden ist, vom Pfarrer oder von einem beauftragten Kommunionhelfer in die Wohnung des Kranken gebracht und ihm unter Gebet und Schriftlesung gereicht.

Beim Wunsch nach der Krankenkommunion rufen Sie bitte im Pfarramt (Tel. 09429/902080) an und vereinbaren einen Termin für den Besuch.

Wünschenswert ist die Bereitstellung von ein oder zwei Kerzen im Krankenzimmer, einer Schale mit Weihwasser und einem kleinen Kreuz. Diese Gegenstände können auf eine passende Tischdecke gestellt werden; Blumen bilden einen geeigneten Schmuck.

... jemand schwer krank ist und die Krankensalbung möchte?

Die Krankensalbung

salbungSchon die Evangelien legen immer wieder Zeugnis davon ab, in welch hohem Maße unser Herr Jesus Christus sich selbst um kranke Menschen in ihrer körperlichen und geistigen Not gesorgt und wie sehr er diese tätige Sorge seinen Gläubigen zur Aufgabe gemacht hat. Am deutlichsten wird dies am Sakrament der Krankensalbung sichtbar.

In diesem Sakrament vertraut die Kirche die Kranken durch die Salbung und das Gebet des Priesters dem Herrn in seinem Leiden und seiner Verherrlichung an, dass er sie aufrichte und rette. Gespendet werden soll dieses Sakrament den Gläubigen, die sich wegen Krankheit oder Altersschwäche in einem bedrohlich angegriffenen Gesundheitszustand befinden.

Die Krankensalbung erfolgt im Rahmen eines Wortgottesdienstes. Dabei wird der Kranke auf Stirn und Händen mit geweihtem Öl gesalbt. Vorzubereiten sind – wie bei der Krankenkommunion – Kerzen, Kreuz, Tischdeckchen und evtl. Blumen, dazu noch ein, zwei Wattebällchen, mit denen der Priester das geweihte Öl von seinen Fingern reiben kann. Falls der Zustand des Kranken es erlaubt, kann mit der Krankensalbung auch die Krankenkommunion gespendet werden. Wenn der Krankheitsverlauf längerer Zeit gleich bleibt oder sich verschlechtert, kann die Krankensalbung wiederholt werden. Ist der Kranke beim Kommen des Priesters schon verstorben, soll der Priester für den Verstorbenen beten, die Salbung aber soll dann nicht mehr vorgenommen werden.

... ein Sterbefall eintritt?

Was ist zu tun, wenn ein Sterbefall eintritt?

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Wichtige Kontakte im Sterbefall:

Pfarramt Atting und Friedhofsverwaltung Atting:

Pfarrer Peter Häusler Tel. 09429/902080

Bestattungsinstitut

Unterpaintner Straubing-Geiselhöring-Mallersdorf

Tel: 09421/960909 oder 08772/9624 – 0 oder 09423/2220

(zuständig für alle Grabarbeiten am Friedhof, hat auch Schlüssel zum Friedhof/Leichenhaus Atting)

Zeitung/Traueranzeige und Sterbebilder

Irmgard Hilmer, Rinkam Tel. 09421/22529 oder Handy 01703006831

(gerne berate ich Sie auch bei Ihnen zu Hause/individuelle Gestaltungsmöglichkeiten/Pfarreimotive für die Sterbebilder/

Aufgabe

Die Sorge um die sterbenden Mitchristen zählt zu den wichtigsten Aufgaben der christlichen Gemeinde. Christen wollen ihre Mitchristen in der Not des Sterbens nicht allein lassen. Schon die bloße Anwesenheit nahe stehender Menschen kann dem/der Sterbenden eine große Hilfe sein. Gemeinsames Gebet und Gesten der Zuwendung zeigen dem/der Sterbenden, dass andere ihn/sie begleiten wollen und mit ihm/ihr Gott um Erbarmen bitten. Ihre Nähe und Ihr Gebet werden das gläubige Vertrauen und die Hoffnung des/der Sterbenden auf Christus stärken.

 

Gebet vor dem Sterben

Auch wenn ein Sterbender/eine Sterbende bereits das Bewusstsein verloren hat, können diejenigen, die ihn/sie betend begleiten, aus den Worten der Hl. Schrift und aus dem Gebet Trost schöpfen und in ihrem Glauben gestärkt werden. Der österliche Sinn des Sterbens kann auch in Zeichen zum Ausdruck kommen, etwa indem man dem/der Sterbenden das Kreuz auf die Stirn zeichnet, wie es bei seiner/ihrer Taufe geschehen ist, als ihm/ihr das ewige Leben verheißen worden ist.

 

Gebet nach dem Sterben

Sobald der Tod eingetreten ist, spricht eine/r der Anwesenden ein Gebet. Sie können dazu auch den Priester rufen. (Pfarrer Peter Häusler, Tel. 09429/902080). Es ist sinnvoll, dazu eine Kerze zu entzünden, die an das Licht erinnert, welches die Dunkelheit des Todes erhellt und unseren auferstandenen Herrn symbolisiert. Auch das Besprengen des Verstorbenen mit Weihwasser ist als Erinnerung an die Taufe und das ewige Leben angebracht.

 

Leichenschau

Nach Eintritt des Todes muss unverzüglich ein Arzt verständigt werden zur Feststellung des Todes, der Todesart und der Todesursache. Bei Nacht besteht die Verpflichtung die Leichenschau unverzüglich zu veranlassen nur dann, wenn Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod vorliegen.

 

Bestattungsunternehmen

Um der Fürsorge für den/die Verstorbene/n gerecht zu werden, können die nächsten Familienangehörigen Kontakt zu einem Bestattungsunternehmen herstellen und ihm weitgehend die anfallenden Aufgaben übertragen. Die Angehörigen dürfen aber bei der Ausübung ihres Verfügungsrechts nicht nach Belieben verfahren, sondern nur unter Beachtung der Pietät und des beherrschenden Grundsatzes des Leichenrechts, nämlich des letzten, möglicherweise nur formlos geäußerten Willens des/der Verstorbenen. Andererseits müssen Sie nicht überstürzt den/die Verstorbene/n aus dem Haus schaffen. Sie können sich Zeit nehmen zum persönlichen Abschied. Grundsätzlich sind menschliche Leichen spätestens erst 36 Stunden nach Todeseintritt in eine öffentliche Leichenhalle zu überführen.

 

Zwischen Sterben und Begräbnis

Es ist ein guter alter Brauch, dass an den Tagen zwischen dem Sterben und dem Begräbnis mit den Angehörigen, Nachbarn und Bekannten für den/die Verstorbene/n gebetet wird (Sterberosenkranz oder anderes Gebetsgedenken). Eine eigene Aussegnungsfeier ist in unserer Pfarrei meist einen Tag oder auch zwei Tage vor der Beerdigung.

 

Begräbnis

Beim Begräbnis erweist die Kirche dem/der Verstorbenen einen Dienst geschwisterlicher Liebe. Sie gedenkt dabei des Todes und der Auferstehung des Herrn und spricht den Trauernden christlichen Trost zu. In einer Predigt soll das Leben und das Lebenswerk des/der Verstorbenen dankbar gewürdigt werden. Für diesen Zweck ist ein vorausgehendes Gespräch mit dem Pfarrer sinnvoll.

Die Beisetzung darf frühestens 48 Stunden nach Todeseintritt stattfinden und soll vor Ablauf von 96 Stunden erfolgen. Sofern eine Grabstelle nicht zur Verfügung steht, muss für eine solche gesorgt werden.

 

Nach der Beisetzung

Unsere Sorge um die Verstorbenen endet nicht mit der Beerdigung. Es gibt viele Formen, die helfen können, das Gedächtnis an die Heimgegangenen lebendig zu halten. Es ist ein schöner Brauch, ein Sterbebild drucken zu lassen und an die Teilnehmer des Beerdigungsgottesdienstes verteilen zu lassen. Der Grabstein erinnert an den Namen, an den Geburts- und den Sterbetag, und kann mit einem christlichen Symbol Auferstehungshoffnung dokumentieren. Messintentionen für die Verstorbenen laden zum gemeinsamen Gebet ein. Messintentionen können im Pfarrbüro (Tel. 09429/902080) bestellt werden.

Sakramente sind die Zeichen der Nähe und Liebe Gottes zu uns Menschen. Hier können wir in Jesus Christus unserem Gott “auf Augenhöhe” begegnen, ihn sehen, spüren, empfangen oder uns von ihm berühren lassen. Unser ganzes Leben mit all seiner Freude aber auch mit allem Leid, umfängt Gott mit seiner Liebe; in den Sakramenten deuten wir all das Frohe, all das Rätselhafte, lassen uns versöhnen, werden wir beschenkt, feiern das Leben oder lassen uns trösten und tragen …